Kopf-an-Kopf mit den Löwen

Das Muttertagsspiel Hamburg Blue Devils gegen Braunschweig Lions II konnten die Gastgeber mit 38:31 für sich entscheiden (14:07/14:17/07:07/3:0). Das Kopf-an-Kopf-Rennen zeichnete sich durch riskante lange Pässe auf beiden Seiten aus und bot den Fans ein spektakuläres Erlebnis. Die Devils freuen sich über den zweiten Sieg in der noch jungen Saison.

Durch die Verlegung fand das Match auf der Sportanlage Hemmingstedter Weg statt. Trotzdem besuchten 220 Zuschauer bei angenehmem Frühlingswetter (15°C, leichter Wind) am Muttertag das Spiel.

Nach dem vom Gastgeber returnten Kick-off mussten beide Mannschaften zunächst auftauen. Ein First Down und 3 gescheiterte Versuche später gab die Hamburger Offense den Ball durch einen Punt ab. Die Defense ging gut sortiert aufs Feld und zwang die Braunschweiger ebenfalls zum Punt nach 3 gescheiterten Versuchen. Allerdings missglückte der Punt und die Blauen bekamen den Ball kurz vor der Braunschweiger Redzone. Im 1. Versuch gelang Quarterback #11 Leif Plagge dann ein Pass in die Endzone auf Receiver #7 Tim Pape (PAT durch #40 Carlos Feix gut), somit standen die ersten 7 Punkte auf dem Scoreboard (07:00).

Auch im anschließenden Drive der Gäste konnte die Hamburger Defense wie gewohnt kühlen Kopf bewahren und zwang die Löwen zur Ballabgabe per Punt. Diesen Ballbesitz konnten die Devils jedoch nicht nutzen, unter Druck der gegnerischen Defense mussten auch sie nach 3 Versuchen punten. Die Gäste starteten ihren Drive bereits in der Hälfte der Blauen. Unruhe in der Hamburger Defense sorgte dann für den entscheidenden Fehler, der für die Lions-Offense den Weg frei zur Endzone machte (PAT gut), die Karten waren damit also wieder völlig neu gemischt (07:07).

Im Kick-off konnte #7 Tim Pape brillieren, von kurz vor der eigenen Endzone kämpfte der Returner über 45 Yards den Ball bis zur Spielfeldmitte. Völlig abgeklärt spielte die Hamburger Offense nun die Spielzüge runter und erzeugte durch einen langen Pass von #11 Leif Plagge auf #83 Felix Maack das entscheidende First Down in der Lions-Redzone. Letztlich war es dann QB #11 Leif Plagge, der nach einem Fake in die Endzone tänzelte. #40 Carlos Feix’ PAT war erneut gut, die Devils gingen wieder in Führung (14:07).

Kurz vor Ende des ersten Quarters wurde der Kick-off durchgeführt, Braunschweig startete auf Mitte der eigenen Hälfte. Die Hamburger Defense leistete sich unnötige Fehler, wodurch sich die Gäste Stück für Stück nach vorne kämpften, sodass sie zu Beginn des 2. Quarters durch einen Pass in die Hamburger Endzone (PAT gut) nachziehen konnten (14:14).

Was bei den Hamburgern heute die Defense in ungewohnter Weise verbockte, machte die Offense wieder wett: Nach zwei First Downs gelang Quarterback #11 Leif Plagge erneut der Pass auf #7 Tim Pape, der den Ball in die rote Endzone trug (PAT gut, #Carlos Feix) (21:14).

Doch weiterhin unkonzentriert konnte die Hamburger Defense auch im nächsten Lions-Drive zunächst nicht viel anrichten. Durch personelle Ausfälle herrschte immense Unruhe, bis sich die Hamburger endlich fangen konnten, die Zähne zusammenbissen und die gegnerische Offense wie gewohnt unter Druck setzten. 28 Yards vor der Devils-Endzone hatten diese dann keine andere Wahl, als im vierten Versuch ein Field Goal zu schießen (21:17).

Die Hamburger returnten den Kick-off, hatten dann aber schwere Probleme, voranzukommen. Die Gäste nutzen bei einem Pass der Devils die Gelegenheit und sicherten nach einem Fumble den Ballbesitz. Mit nur noch 18 Yards zur blauen Endzone und einer schlafenden Defense war es den Braunschweigern dann leichtes Spiel, sich die Führung zu ergattern (TD-Pass, PAT geblockt, aber dennoch gut, 21:24).

Und auch im nächsten Drive sah es seitens der Hamburger nicht besser aus. Wieder verloren sie den Ball, diesmal durch eine Interception. Doch die Freude bei den Braunschweigern währte nur kurz. Cornerback #17 Nicolas Ludwig eroberte den Ball mit einer Interception zurück und legte damit den Grundstein für die Offense, direkt im nächsten Versuch zu scoren. #11 Leif Plagge fand mit #89 Andre Eichmann die perfekte Anspielstation, um die Führung weiter auszubauen (PAT gut #40 Carlos Feix, 28:24).

Den anschließenden Versuchen der Lions konnte die Hamburger Defense standhalten, sodass die Gastgeber mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause gehen konnten.

Frisch gestärkt gingen die Teufelskerle wieder auf den Rasen. Zunächst wurde auf beiden Seiten ausgeglichen um den Ball gekämpft. Einige Schiedrichtere-Entscheidungen, manche davon auch nicht nachvollziehbar, führten dann aber auch in der Hamburger Offense zu Unsicherheit und Fehlern. Besonders ärgerlich war ein nicht gecalltes Offside im ausgepielten 4. Versuch der Hamburger, das den Turnover nach sich zog. Doch nun bewies sich wieder die Stärke der Defense rund um DC Florian Voss, erneut konnte #17 Nicolas Ludwig mit einer Interception den Ball besorgen und trug ihn selber über 35 Yards in die gegnerische Spielhälfte. Solche Geschenke nimmt Quarterback #11 Leif Plagge selbstverständlich an und lässt sie in diesem Fall in weitere 7 Punkte für die Hamburger verwandeln (Pass auf #19 Nicolas Pimentel, PAT gut #40 Carlos Feix, 35:24).

Nach dem Kick-off kam dann aber wieder die Unruhe in der Hamburger Defense hoch. Mit weiteren Ausfällen kämpfend, konnten sie den dritten Touchdown der Gäste nicht verhindern (PAT gut, 35:31). Der Druck für den Gastgeber stieg damit wieder, denn es stand nun das berüchtigte vierte Quarter an und nur 4 Punkte trennten die Devils von den Lions.

Die beiden Teams schenkten sich nichts. Während die Braunschweiger Offense es immer wieder mit kurzen Pässen und verschiedenen Passrouten versuchte, setzten die Hamburger auf das Running Game. Doch auf beiden Seiten spielte die Defense absolut fokussiert. Trotz weiterer Strafen konnte sich die Hamburger Offense an die Lions-Redzone annähern, allerdings gelang bis zum 4. Versuch kaum Raumgewinn. #40 Carlos Feix schoss daher ein Field Goal und erweiterte den Spielstand auf 38:31.

Mit noch 3 Minuten Spielzeit auf der Uhr waren die Braunschweiger nun verbissen, schließlich war es immer noch ein One-Score-Game. Doch die dritte Interception von #27 Nicolas Ludwig machte den Sack zu – die Hamburger hatten den Ball zurück und ließen die Zeit in der Victory-Formation runterlaufen.

„Das heute hat nur geklappt, weil wir am Ende als ein Team gespielt haben“, sagte Headcoach Peer Barkmann in seiner After-Game-Speech, „trotzdem haben wir zu viele Fehler gemacht, Punkte verschenkt und es uns dadurch unnötig schwer gemacht.“

Im Anschluss an das Spiel verteilten die Devils zum Muttertag Rosen vom Familienunternehmen Kordes Rosen aus Sparrieshoop.

Die Devils bedanken sich herzlich bei allen Zuschauern und freuen sich schon auf das nächste Spiel, wenn sie am 18.05. zum ersten Auswärtsspiel nach Wolfsburg fahren.

GO BLUE!

Veröffentlichung auf bluedevils.hamburg